30.

Mai

2014

Turnierbericht Europameisterschaft der allgemeinen Klasse in Sofia

Das österreichische Snookerteam reiste vom 30. Mai bis zum 12. Juni in das bulgarische Sofia zur Europameisterschaft. 
Die 6 Spieler (Richard Kornberger(M), Alexander Trinkl(M), Ebrahim Baghi(M), Andreas Ploner, Paul Schopf, Markus Pfistermüller) wurden von österreichs besten Schiedsrichtern (Günther Eckhart und Franz Mezaros) begleitet.

Markus bekam es am ersten Tag mit dem Niederländer Lasse Petersson zu tun. Er sicherte sich eine relativ rasche und klare 2:0 Führung, gab diese jedoch aus der Hand und ließ seinen Gegner ausgleichen. Markus behielt jedoch die Nerven und schaffte es letztendlich doch das Match mit 4:2 für sich zu entscheiden. 

Den nächsten Tag konnte er ein wenig zur Entspannung nutzen, denn an Tag 2 dieser EM stand kein Spiel für ihn auf dem Plan.

An Tag 3 wurde es jedoch wieder ernst für den 17 jährigen. Er musste gegen den Favoriten der Gruppe und auch Titelanwärter Gareth Allen aus Wales ran. Der Waliser startete wie erwartet sensationell in die Partie. Markus geriet mit 3:0 in Rückstand. Im nächsten Frame fand er jedoch ein bisschen besser ins Spiel und konnte Frame 4 mit einer 40er clearence für sich entscheiden. Gareth begann danach etwas mehr Safe zu spielen und weniger zu riskieren. Aber auch im letzen Frame reichte Ihm genau eine Chance um den Frame mit einem 80er Break zu gewinnen.

Am vierten Tag spielte Markus gegen den Iren Jason Devaney. Jason benötigte im ersten Frame bereits Foulpunkte. Das Glück war jedoch auf der Seite des Iren, der Markus einen Glückssnooker legte (nach einem Potversuch auf Gelb) und Freeball bekam. Jason räumte den Tisch eiskalt mit einer 29 ab und ging somit 1:0 in Führung. Markus zeigte sich angeschlagen und schaffte es nicht mehr die Frames so eng zu gestalten wie den Ersten. Er verlor dieses Match mit 4:0.


Somit musste unbedingt ein Sieg her um noch aufzusteigen. Im letzen Match der Gruppenphase spielte Markus gegen den Bulgaren Mihail Angelov. Trotz des großen Drucks konnte er aber das Match klar mit 4:0 für sich entscheiden.
Alle Spieler der allgemeinen Klasse schafften den Aufstieg in die letzten 64. Bei den Masters war das Ergebnis leider nicht so gut, so konnte sich keiner für die K.O. Phase qualifizieren.
Die nächsten Stunden waren wie immer die spannendsten. Jeder wartete verzweifelt auf die Auslosung um zu erfahren gegen wen man in der nächsten Runde spielt.
Andreas Ploner, der in der Gruppenphase nur 2 Frames verlor, spielte gegen einen Tschechen, Paul Schopf spielte gegen den Belgier Jurian Heusdens und Markus spielte gegen den Engländer Callum Downing ran. Andreas Ploner gewann sein Spiel mit einer sehr starken Leistung mit 4:1.
Paul Schopf verlor sein Match klar mit 4:0, konnte sich jedoch Nichts vorwerfen, denn Jurian spielte an diesem Tag einfach genial und spielte in jedem Frame mindestens ein 50er Break. 
Markus konnte sein Spiel gegen den klaren Favoriten aus England jedoch ein wenig enger gestalten. Alle Frames die Markus verlor gingen auf die Farben, doch den Einen den er gewinnen konnte gewann er mit einem Score von 108:5. Endergebnis war ein 4:1 für den Engländer.
Somit war Andreas (wiedermal) die letzte Hoffnung Österreichs. Das nächste Match spielte Andreas gegen den Finnen Heikki Niva. Dieses Spiel war an Spannung kaum zu überbieten. Doch Andreas behielt die Nerven und gewann einen 4h Marathon mit 4:3. Andreas stand somit im Achtelfinale, wo er auf den Iren Josh Boileau traf. Josh hatte eine wahnsinns Saison bis dahin. Er erreichte bei der U21 EM in Bulgarien das Finale und auch bei der U21 WM in Dubai konnte er das Finale erreichen. Andreas war jedoch extrem motiviert für dieses Match, dies konnte man ihm auch ansehen. Er hatte das aus „Rocky“ bekannte Tigerauge. Er fightete für jeden einzelnen Frame und dieser Kampf machte sich am Ende auch bezahlt als er das Match mit 5:3 gewann. 

Somit war Andreas der erste Österreicher in einem Europameisterschafts Viertelfinale. Dort traf er auf den walisischen Halbprofi Duane Jones. Andreas ging mit einer wahnsinnig starken Leistung 4:2 in Führung, doch dann bekam es auch er mit den Nerven zu tun und er wurde ein wenig nervös. Duane nutzte diese zusätzlichen Chance eiskalt aus und konnte das Match doch noch mit 5:4 gewinnen.

Alles in Allem war es ein tolles Event mit tollen Tischen und tollen Leuten.
Gratulation an alle Teilnehmer für ihre gebrachten Leistungen und ein besonderes Lob an Andreas Ploner, mögen noch viele Erfolge folgen.
Das nächste Großevent wär die allgemeine Weltmeisterschaft in Indien im November.
Andreas und Markus werden vielleicht auch beim Paul Hunter Classics in Fürth im August am Start sein um sich auch dort mit der Weltspitze zu messen.
 


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